Private oder Gesetzliche Krankenversicherung?

Menschen die mit ihrem Jahreseinkommen unter der Versicherungsgrenze für die PKV von 52.200EUR(Stand 2013) bleiben, können sich frei entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Je nach Einkommen ist die in erster Linie eine Kostenfrage, denn die Preise für die Private Krankenversicherung können den der Gesetzlichen deutlich überschreiten. Dies kann natürlich durch Vergleichsportale umgangen werden, dennoch muss man in der Regel mit Mehrkosten rechnen.

Die Unterschiede in Preis und Leistung

Bei der Entscheidung, wie sie sich versichern möchten sind immer die Unterschiede zu betrachten und nicht nur der Preis! Genügt Ihnen eine normale Behandlung, wie sie jeder erhält, ganz gleich ob er von Sozialhilfe lebt, oder im Büro arbeitet, oder möchten Sie eine bessere Behandlung, die normalerweise der reichen Bevölkerungsschicht vorbehalten ist.

Wichtig ist dabei zu bedenken, dass der Beitrag für die Private Krankenversicherung nicht nach dem Einkommen berechnet wird, sondern nach ihrem Alter, Gesundheitszustand und dem Umfang der Leistung.

Bei einer gesetzlichen Krankenversicherung müssen sie sich nur entscheiden, wo sie versichert sein möchte, wobei sie sich hier vermutlich vor allem um Leistungsumfang leiten lassen, denn seit 2009 liegen die Beiträge bei einem einheitlichen Beitragssatz, seit 2012 bei 15,5% liegt. Es können lediglich Zusatzleistungen die separat bezahlt werden dazukommen, diese sind jedoch optional und ohne Verpflichtung.

Die wohl wichtigsten Unterschiede sind die freie Wahl des behandelnden Arztes, Anspruch auf eine Behandlung durch den Chefarzt, sowie den Anspruch auf Einzel-, oder Doppelzimmer, wo hingegen Patienten der GKV mit 4-8 Bettzimmer und einem von der Klinik festgelegten Arzt vorlieb nehmen müssen.

Bevor Sie sich voreilig für oder gegen die Private Krankenversicherung entscheiden sollten Sie sich in jedem Fall gut informieren, um Beiträge zu sparen und möglicherweise sind unnötig in eine PKV zu wechseln, denn der Wechsel zurück zur gesetzlichen Kasse ist sehr mühsam und im Gegensatz zum Wechsel auf die PKV nicht nur von ihrer Entscheidung abhängig.


Kann sich jeder privat versichern?

Jeder wünscht sich die beste ärztliche Versorgung und im Ernstfall ist sie vielleicht überlebenswichtig. Doch die Qualität der Leistungen, die Versicherte in Deutschland erhalten, ist auch von der Art ihrer Versicherung abhängig. Während die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung häufig über lange Wartezeiten und einen immer weiter eingeschränkten Leistungskatalog klagen, bietet die private Krankenversicherung ihren Beitragszahlern eine komfortable Situation. In jeder Praxis und in jedem Krankenhaus sind sie gern gesehene Patienten, da die gezahlten Honorare für Behandlungen und OPs die der gesetzlichen Krankenkasse weit übersteigen. Kranke, die privat versichert sind, können also auf eine optimale ärztliche Fürsorge vertrauen.

In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht, die für alle Bürger gilt. Theoretisch besteht Wahlfreiheit, doch für die private Krankenversicherung gibt es Zugangsbeschränkungen. Nicht jeder der möchte, kann sie also abschließen. Arbeitnehmer und Angestellte sind in der gesetzlichen Krankenkasse zwangsverpflichtet. Erst wenn sie die Jahresentgeltgrenze von 53 000 Euro überschritten haben, können sie zum folgenden Kalenderjahr in eine private Versicherung ihrer Wahl wechseln. Anders sieht es bei Selbstständigen und Beamten aus, die sich auch bei einem geringen Einkommen privat versichern können. Selbst Studenten stehen private Versicherungen offen. Doch die private Krankenversicherung muss nicht jeden, der eine Aufnahme wünscht, als Mitglied akzeptieren. Sie sucht sich ihre Kunden aus. Immer muss der Antragsteller einen genauen Fragekatalog zu Vorerkrankungen und gesundheitlichen Risiken beantworten. Manchmal wird auch ein Gesundheits-Check durch einen Arzt verlangt.

Wie werden die Tarife berechnet?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet die private Krankenversicherung die Beiträge nicht nach der Höhe des Einkommens. Hier zählen andere Faktoren. Dazu gehören Alter, Gesundheitszustand und natürlich das Leistungsspektrum, das man zukünftig in Anspruch nehmen möchte. Die Tarife variieren von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft. Ein gründlicher Vergleich und eine fachliche Beratung können dabei helfen, Geld zu sparen. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je jünger und gesünder ein Mitglied ist, desto niedriger sind seine Beitragszahlungen.


Die PKV und Asylbewerber

Die private Krankenversicherung ist nicht für jeden Versicherten zugänglich. In der Vollversicherung können nur Personen aufgenommen werden, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, bzw. deren Einkommen die Einkommensgrenzen für die gesetzliche Krankenversicherung übersteigt. Die Einkommensgrenze liegt zurzeit bei 53.350 Euro jährlich. Abhängig Beschäftigte, deren Einkommen diesen Jahresverdienst übersteigt können in die private Krankenversicherung als Vollversicherung aufgenommen werden. Die Mitgliedschaft in einer solchen Versicherung hat für den Versicherten viele Vorteile. Die Leistungen sind besser und dies bei günstigeren Beiträgen. So kann der privat versicherte Patient im Krankenhaus normalerweise sowohl mit besserer Unterbringung rechnen als auch mit privatärztlichen Leistungen. Das bedeutet oft ein Einzelzimmer und freie Arztwahl.

Es gibt allerdings hier nicht, wie in der gesetzlichen Versicherung, einen einheitlichen Leistungskatalog. Die unterschiedlichen Gesellschaften haben in ihren Tarifen sich unterscheidende Leistungsmerkmale festgelegt. Im sogenannten Basistarif entsprechen die Leistungen häufig den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Diese Limitierung haben die Versicherungsgesellschaften eingeführt um auch Menschen mit höherem Risiko versichern zu können und so ihrer Aufnahmepflicht nachzukommen. Dieser Tarif ist für Personen gedacht, die vor dem Jahr 2008 nicht krankenversichert waren. Die Versicherungspflicht wurde mit der Gesundheitsreform 2007 eingeführt. Zum wesentlichen Versichertenkreis gehören Bezieher von staatlichen Sozialleistungen wie Grundsicherung im Alter und bei Krankheit, Hilfe zum Lebensunterhalt und Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz.

Der höchste Tarif für eine Mitgliedschaft im Basistarif der privaten Krankenversicherung ist der Höchstbeitrag für die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Als Versicherter im Basistarif hat man sich gegenüber dem Leistungserbringer als solcher auszuweisen. Zu diesem Zweck geben die Gesellschaften Versicherungskarten aus, die ähnlich der Gesundheitskarte beim Arzt vorzulegen sind. Hintergrund ist, dass Patienten im Basistarif zwar privat versichert sind, die Abrechnung aber zu einem ermäßigten Kostensatz erfolgen muss. Aus diesem Grund haben Versicherte hier auch nicht freie Arztwahl, sondern können nur unter den für die GKV zugelassenen Ärzten wählen. Es gilt trotzdem das Kostenerstattungsprinzip, das für den Versicherten bedeutet, dass er die Kosten selber trägt und später von der Versicherung erstattet bekommt. Verschiedene Gesellschaften bieten allerdings eine Direktabrechnung mit dem Leistungserbringer an und tragen damit dem Umstand Rechnung, dass der versicherte Personenkreis oft nicht wirtschaftlich leistungsfähig genug ist um die Rechnungen fristgerecht zu zahlen.


Wann lohnt eine Risiko-Versicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist die finanzielle Absicherung der Familie und Angehörigen.
Sollte Sie einen Unfall haben, der im schlimmsten Falle vielleicht sogar tödlich endet,
so können Sie Ihre Angehörigen mit der Risikolebensversicherung vor finanziellen Schwierigkeiten bewahren.

Wer sich für eine Versicherung dieser Art entscheidet, ist mit ziemlicher Sicherheit auf der guten Seite.
Die Risikolebensversicherung tritt bei einem bestimmten Zeitpunkt (Erlebensfall) und bei dem Tod des Versicherten in Kraft. Man nennt diese auch Personenversicherung, da das Risiko direkt bei der versicherten Person liegt.
Vor Vertragsunterzeichnung, wird eine Summe festgelegt, die im Versicherungsfall ausgezahlt wird.
Diese Auszahlung steht allerdings nur dem Versicherten selbst oder Berechtigten zu. Das alles stellt natürlich auch für die Versicherung ein Risiko dar. Denn wenn der Versicherte aus unerfindlichen Gründen, kurz nach Vertragsabschluss verstirbt, müssen Sie trotz allem für die vorher vereinbarte Summe aufkommen, ohne das der Versicherte eingezahlt hat.

Doch nicht jeder wird bei der Versicherung auch automatisch versichert wenn er das möchte.
Denn Personen mit dem Wunsch sich versichern zu lassen, werden geprüft.
Dazu zählen unter anderem die Prüfung im Bereich des Lebensstils.
Anhand dessen kann auch der Fall eintreten das der Versicherungsnehmer in seinem Versicherungsbeitrag
höhere Leistungen zahlen muss.
Aber eine grundsätzliche Ablehnung gewünschter Versicherungsabschlüsse ist nicht der Fall.
Denn auch die Versicherung schlägt sich Vorteile daraus.
Ist es Beispielsweise so, das ein Ende der Versicherungslaufzeit der Versicherungsfall nicht eingetreten ist, behält die Versicherung alle eingezahlten Beiträge für sich.
Dazu kommt, das diese Summe bei dem Versicherer gut angelegt wird und die Zinsen noch dazu kommen und ebenfalls einbehalten werden.
Aber auch hier gibt es Angebote von manchen Versicherungen. Wichtig ist, das Sie sich vor Vertragsabschluss gründlich darüber informieren.

Im Grunde kann also jeder wenn er möchte versichert werden. Denken Sie einfach über all die Vor- und Nachteile nach und fassen Sie dann erst einen Entschluss.